Post-Quanten-Kryptografie: Verschlüsselungsverfahren Kyber birgt Schwachstellen
Das Verschlüsselungsverfahren Kyber, das als Grundlage für die Post-Quanten-Kryptografie dienen soll, birgt Schwachstellen. Sicherheitsforscher haben in verschiedenen Softwarebibliotheken für Kyber Schwachstellen entdeckt, die es Angreifern ermöglichen könnten, Zugriff auf geheime Schlüssel zu erlangen. Die Schwachstellen basieren auf Timing-Angriffen. Bei einem Timing-Angriff misst der Angreifer die Rechenzeit, die ein System für bestimmte Operationen benötigt. Wenn der Angreifer weiß, wie sich die Rechenzeit für verschiedene Schlüsselwerte unterscheidet, kann er diese Informationen verwenden, um den geheimen Schlüssel zu erraten. Im Fall von Kyber betrifft die Schwachstelle die Divisionsoperation, die im Nachrichtendekodierungsverfahren verwendet wird. Die Forscher haben gezeigt, dass es Angreifern möglich ist, die Rechenzeit für diese Operation zu messen und daraus den geheimen Schlüssel zu erraten. Die Schwachstellen wurden von Forschern der Technischen Universität München, der Uni...